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Social Media News 02/2026

Marketing Team

Lomavis
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February 2, 2026

Social Media News im Februar 2026

Was diesen Monat auf Social Media wichtig war: Die relevantesten Trends und Updates für euch gebündelt.

Instagram

 

Instagram richtet seinen Kurs für 2026 neu aus und verabschiedet sich vom perfekt inszenierten Hochglanz-Feed. Durch KI lassen sich makellose Inhalte massenhaft erzeugen, wodurch Perfektion an Bedeutung verliert und Vertrauen zur entscheidenden Währung wird. Nutzer:innen reagieren zunehmend sensibel auf künstlich wirkende Inhalte und bevorzugen Posts mit erkennbarer menschlicher Handschrift.
Statt KI-Inhalte immer aufwendiger zu kennzeichnen oder zu bekämpfen, will Instagram Echtheit sichtbar machen, etwa durch einen technischen Herkunftsnachweis für reale Fotos und Videos. Unperfekte, rohe undspontane Inhalte gelten künftig als Zeichen von Glaubwürdigkeit. Parallel entwickelt sich Instagram weiter zur Entertainment-Plattform, mit Reels als zentralem Wachstumstreiber und einer stärkeren Ausrichtung auf gemeinsames, auch TV-ähnliches Konsumieren von Inhalten.

  • Geleakte Dokumente zeigen, dass Meta Instagram trotz öffentlicher Jugendschutzversprechen stark auf das Wachstum bei Teenager:innen ausgerichtet hat, um im Wettbewerb mit TikTok aufzuholen. Obwohl die Nutzung durch Jugendliche zurückging, wurde das Teen-Wachstum intern zur obersten Priorität erklärt und Produkt- sowie Algorithmusentscheidungen darauf ausgerichtet.
    Gleichzeitig verschärfte Meta nach außen Sicherheitsmaßnahmen, während intern vor allem Wachstumskennzahlen zählten. Dadurch wird ein deutlicher Zielkonflikt zwischen Jugendschutz und wirtschaftlichen Interessen sichtbar, der politische Debatten über strengere Altersgrenzen und Regulierungen für soziale Medien weiter anheizt.

  • Instagram testet Anfang 2026 einen neuen, bisher nicht erklärten Tab im Profil, der bei einigen Nutzer:innen zwischen dem Subscriptions- und dem Reels-Tab erscheint. Da es keine offizielleKommunikation gibt, sorgt das Feature für Verwirrung in der Creator-Community.
    Viele vermuten, dass der Tab für längere Videoformate gedacht ist. Das würde zur aktuellen Video-Strategie von Instagram passen, die stärker auf Longform-Content, bessere Monetarisierung und die Ausweitung auf TV-Geräte abzielt. Eine Bestätigung durch die Plattform steht bislang aus.

  • Viele Instagram-Nutzer:innen erhielten unerwartete Passwort-Reset-Mails, was zunächst den Verdacht eines Hacks auslöste. Instagram erklärt dies jedoch mit einem inzwischen behobenen technischen Problem und schließt einen Datenabfluss aus.
    Trotzdem warnen Sicherheitsexpert:innen vor möglichen Phishing- und Betrugsversuchen, da angebliche Datensätze im Umlauf sind. Nutzer:innen sollten daher vorsorglich ihre Kontosicherheit prüfen, etwa durch Zwei-Faktor-Authentifizierung und den Verzicht auf verdächtige Links.

  • Viele Instagram-Posts erhalten heute deutlich weniger Likes, obwohl sie weiterhin gesehen werden. Das liegt an verändertem Nutzerverhaltenund an einer neuen Gewichtung durch den Algorithmus.
    Likes sind für den Erfolg kaum noch entscheidend. Wichtiger sind Shares, Saves und private Weiterleitungen. Instagram ist damit nicht tot, sondern misst Erfolg stärker über echte Interaktion und Weitergabe statt übersichtbare Like-Zahlen.

  • Instagram führt mit Your Algo weltweit ein Feature ein, mit dem Nutzer:innen ihren Reels-Feed gezielt steuern können. Sie wählen Themen, von denen sie mehr oder weniger sehen möchten, und können zeitweise sogar drei Kerninteressen für 2026 festlegen.
    Das Update stärkt Reels als zentrales Format und passt zu Instagrams Kurs, Authentizität und Personalisierung wichtiger zu machen als reine Reichweite. Nutzer:innen entscheiden stärker selbst, welche Inhalte relevant sind, während Creator noch mehr auf echte Bindung und Vertrauen setzen müssen.

  • Instagram hebt Broadcast Channels im Posteingang stärker hervor, indem sie mit eigenen Labels und Filtern klar gekennzeichnet werden. Das sorgt für mehr Übersicht für Nutzer:innen, die mehrere Kanäle abonniert haben.
    Für Creator und Marken gewinnen Broadcast Channels dadurch an Bedeutung, da sie einen direkten Community-Kontakt ermöglichen und unabhängig von Likes funktionieren. Instagram positioniert das Format als wichtigen Baustein für Community-Aufbau im Jahr 2026.

  • Mit seiner Bearbeitungs-App Edits ermöglich Instagram erstmals Links in Reels. Creator können Links als klickbares Overlay direkt im Video platzieren. Diese Neuerung erfüllt jedoch nur teilweise die langjährige Erwartung vieler Nutzer:innen.

    Die wichtigste Einschränkung besteht darin, dass die Links ausschließlich zu anderen Instagram-Inhalten führen dürfen, also zu Profilen oder öffentlichen Reels. Verlinkungen auf externe Websites sind weiterhin nicht möglich. Das Feature eignet sich daher vor allem, um auf eigene Inhalte, Kooperationspartner:innen oder empfohlene Accounts innerhalb der Plattform hinzuweisen.

    Zusätzlich bringt das Update weitere Funktionen wie wöchentliche Content-Ideen, neue Videoeffekte und Storyboard-Takes, die den kreativen Workflow unterstützen sollen. Eine echte externe Link-Integration in Reels bleibt jedoch weiterhin aus.

  • Instagram erlaubt künftig nur noch bis zu fünf Hashtags pro Post oder Reel. Ziel ist es, Hashtag-Spam zu reduzieren und die Nutzererfahrungzu verbessern.
    Creator sollen gezielt relevante Hashtags einsetzen, daQualität wichtiger ist als Quantität. Insgesamt verlieren Hashtags weiter anBedeutung, während guter Content und Reels entscheidender für Reichweitewerden.
  • Instagram testet einen neuen Friends Count, der den Follow Count ersetzt und nur gegenseitige Verbindungen zählt. Ziel ist es, echte Beziehungen sichtbarer zu machen und Vertrauen sowie Authentizität stärker zu betonen.
    Gleichzeitig verlieren klassische Metriken wie Likes an Bedeutung. Instagram priorisiert menschliche Interaktion, Reels und Community-Nähe, während ausgewählte Top-Creator mit speziellen Like-Icons hervorgehoben werden.


YouTube

YouTube testet, Bild- und Karussell-Posts mit bis zu zehn Bildern direkt im Shorts Feed anzuzeigen. Ziel ist es, Creatorn mehr Reichweite zu verschaffen und den Feed abwechslungsreicher zu gestalten.
Zusätzlich plant YouTube eine Audiofunktion für Bild-Posts. Das Format soll stärker für Storytelling und Engagement genutzt werden undkünftig eine größere Rolle im Shorts-Ökosystem spielen.

  • YouTube plant für 2026 einen starken Ausbau von KI-Funktionen, darunter Shorts mit einer eigenen AI Likeness, sieht KI aber als kreatives Werkzeug und nicht als Ersatz für Creator. Gleichzeitig sollen KI-Inhalte gekennzeichnet und qualitativ minderwertiger Massen-Content stärker eingeschränkt werden.
    Shorts bleiben das zentrale Format, ergänzt durch neue Formate, bessere Monetarisierung und Shopping-Funktionen. Mit Fokus auf Creator Economy, Kinder und Teens sowie dem Ausbau von YouTube TV positioniert sich YouTube weiter als umfassende Entertainment-Plattform.

Spotify

Spotify führt neue Social-Funktionen ein, mit denen Nutzer:innen sehen können, was Freund:innen gerade hören, und über Jam-Anfragen gemeinsam Musik in Echtzeit hören können. Die Funktionen stärken den sozialen Austausch rund um Musik und werden Anfang 2026 breit ausgerollt.
Gleichzeitig senkt Spotify die Hürden für die Monetarisierung von Video-Podcasts deutlich, sodass mehr Creator am Partner Program teilnehmen können. Damit baut Spotify seine Video-Strategie aus und reagiert auf Kritik an fehlender Fairness bei Creator-Einnahmen.

  • Spotify führt Gruppen-Chats mit bis zu zehn Personen ein und stärkt damit den sozialen Austausch direkt in der App. Musik, Podcasts und Hörbücher können geteilt und sofort gemeinsam gehört werden, wodurch Spotify sich zunehmend als sozialer Treffpunkt positioniert.
    Gleichzeitig meldet Spotify Rekordauszahlungen an die Musikbranche. Dennoch kommen die Milliarden nicht gleichmäßig bei Künstler:innen an, da Erlöse über Rechteinhaber verteilt werden und der Wert einzelner Streams weiter niedrig bleibt.

TikTok

Die FIFA macht TikTok zur zentralen Plattform für die WM2026 und setzt auf Kurzvideos, Creator-Einblicke und interaktive Inhalte, um Fans dauerhaft zu erreichen. TikTok wird damit zur wichtigsten Anlaufstelle neben klassischen Übertragungen, besonders für jüngere Zielgruppen.
Gleichzeitig übernehmen auch Streaming-Dienste wie Disney+ das Kurzvideo-Prinzip. Der Text zeigt, dass Sport, Streaming und Social Media immer stärker zusammenwachsen und vertikale Kurzvideos zum neuen Standard für Aufmerksamkeit und Reichweite werden.

  • TikTok Next 2026 zeigt, dass Nutzer:innen keine passive Unterhaltung mehr wollen, sondern Inhalte mit Sinn, Haltung und emotionalem Mehrwert. Likes und Reichweite verlieren an Bedeutung, während Relevanz, Authentizität und echte Resonanz zählen.
    TikTok entwickelt sich zur Such-, Inspirations- und Entscheidungsplattform. Marken müssen zuhören, agil reagieren und Teil von Gesprächen werden, statt nur Botschaften zu senden. Erfolgreich ist, wer menschliches Gespür mit Daten und KI verbindet und Community-getriebte Inhalteschafft.

  • Der Text beschreibt einen starken Nostalgie-Trend auf TikTok, bei dem die Ästhetik und Popkultur des Jahres 2016 ein Comeback feiert. Hashtags wie #2016 verbreiten sich rasant, Suchanfragen und Views zu Themen wie Musik, Make-up und Mode aus dieser Zeit steigen deutlich an. Der Trend gewann Anfang 2026 besonders stark an Dynamik, nachdem erste Inhalte bereits 2025 aufgetaucht waren.
    Inhaltlich greifen Creator alte Social-Media-Trends, Mode-Styles und virale Challenges wieder auf, darunter Skinny Jeans, Snapchat-Filter, Pokémon Go oder die Mannequin Challenge. Auch musikalisch erlebt 2016 ein Revival: Songs aus dieser Zeit werden erneut viral genutzt, Playlists verzeichnen höhere Abrufzahlen auf Streaming-Plattformen wie Spotify, und selbst ältere Hits schaffen es wieder in die Charts.
    Der Hype geht über TikTok hinaus und weckt auch neues Interesse an früheren Plattformen wie Vine oder Musical.ly. Nostalgie funktioniert dabei als starker emotionaler Trigger, da viele Nutzer:innen das Jahr 2016 mit einer vermeintlich einfacheren Zeit verbinden. Für Creator und Marken eröffnet der Trend Chancen, mit bekannten Ästhetiken Aufmerksamkeit zu erzeugen und ohne großen Innovationsaufwand relevante Inhalte zu schaffen.

  • TikTok setzt im Shop verstärkt auf Shoppable Photos, mit denen Produkte direkt in Foto-Posts kaufbar sind. Das Format ist schneller und günstiger umzusetzen als Videos und ermöglicht Käufe ohne Medienbruch direkt im Feed.
    Erste Daten zeigen, dass Shopping-Fotos mehr Aufrufe erzielen und viele Käufe von neuen Nutzer:innen kommen. Damit senkt TikTok die Einstiegshürden für Social Commerce und etabliert sich stärker als direkter Verkaufskanal.

  • Bei einem viralen Trend imitieren Creator Eulen, jedoch im Stil bekannter Persönlichkeiten oder fiktionaler Charaktere. Der Wiedererkennungswert der Stimmen und Sprechweisen sorgt für Humor, Nähe und hohe Reichweiten, oft auch bei Accounts mit kleiner Followerschaft.
    Der Trend lebt von Kreativität und kulturellen Referenzen, ist für Marken jedoch schwierig umzusetzen. Imitationen können schnell missverständlich oder problematisch wirken, weshalb Unternehmen eher vorsichtig sein sollten. Insgesamt handelt es sich um einen kurzlebigen Mikrotrend, der vor allem für Creator funktioniert.

  • TikTok startet mit PineDrama eine neue App für extrem kurze, serielle Mikrodramen mit starker Cliffhanger-Dramaturgie. Die vertikalen Episoden dauern rund eine Minute, sind stark personalisiert und häufig KI-gestützt produziert.
    Das Format trifft mobile Sehgewohnheiten und hat großes Marktpotenzial, steht aber auch in der Kritik wegen möglicher negativer Effekte auf Aufmerksamkeit und Konzentration. Für TikTok ist PineDrama einstrategischer Schritt, um sich weiter als Entertainment-Plattform jenseits klassischer Social Media zu etablieren.
     


Edits

Mit dem neuen Update des Edits Insights Tabs von Instagram, sollen Creator ihre Reels deutlich besser analysieren und verstehen können. Edits entwickelt sich damit von einem reinen Bearbeitungstool zu einem Analyse- und Strategieinstrument für Reels-Wachstum. Ziel ist es, dass Creator direkt in derApp erkennen, welche Inhalte funktionieren und warum, ohne zusätzliche Analyse- oder Dritttools nutzen zu müssen.
Mit dem Update können Reels nun nach verschiedenen Leistungskennzahlen wie Views, Likes, Kommentaren, Saves oder Skip Rate sortiert und nach Zeiträumen gefiltert werden. Außerdem lassen sich einzelne Reels inklusive Performance-Daten exportieren, etwa für Pitches oder Kooperationen. Ein KI-Feature fasst Kommentare thematisch zusammen und zeigt, welche Inhalte gut ankommen oder welche Fragen häufig gestellt werden. Zusätzlich ermöglicht Edits den direkten Vergleich einzelner Reels, um Unterschiede bei Watchtime, Engagement oder Abbruchraten sichtbar zu machen.
Insgesamt stärkt Instagram damit die Verzahnung von Kreation, Analyse und Wachstum innerhalb des eigenen Ökosystems. Edits soll Creator nicht nur beim Schneiden unterstützen, sondern ihnen auch datenbasierte Orientierung für strategische Entscheidungen liefern und professionelle Zusammenarbeit mit Marken erleichtern.

  • Das weiteres Update vereinfacht die Videobearbeitung deutlich. Creator können Elemente wie Clips oder Schriften per Copy and Paste wiederverwenden und Änderungen im Main Track automatisch auf andere Spuren übertragen, was Zeit spart und den Workflow beschleunigt.
    Zusätzlich gibt es erweiterte Bearbeitungsoptionen und neue Effekte, insbesondere für Android. Insgesamt entwickelt sich Edits weiter zu einem effizienten All-in-one-Tool für die Content-Erstellung.

WhatsApp

WhatsApp wird künftig ein Titelbild im Profil einführen. Zusätzlich zum Profilfoto können Nutzer:innen dann ein großes Header-Bild anzeigen lassen, ähnlich wie es bereits von Facebook oder LinkedIn bekannt ist. Das Feature soll mehr Ausdrucksmöglichkeiten bieten, besonders für Creator und Marken.

Titelbilder waren bislang nur für WhatsApp-Business-Accounts verfügbar, werden nun aber für alle Nutzer:innen entwickelt und sowohl für Android als auch iOS getestet. Das Titelbild ergänzt das Profilfoto und ist nur sichtbar, wenn andere das Profil aktiv aufrufen. Es dient damit weniger der Identifikation als vielmehr der Selbstdarstellung, Kreativität oder Markenkommunikation.

Mit diesem Schritt entwickelt sich WhatsApp weiter von einem reinen Messenger zu einer stärker sozial geprägten Plattform. Funktionen wie Status-Updates, Info-Notizen und künftig auch Profil-Titelbilder erhöhen die Verweildauer und schaffen zusätzliche Berührungspunkte. Vor dem Hintergrund geplanter Werbung in Status und Channels zeigt das Update, dass WhatsApp seine große Reichweite zunehmend auch wirtschaftlich nutzen möchte.

Threads

Threads hat X bei der mobilen Nutzung überholt und verzeichnet dort deutlich mehr täglich aktive Nutzer:innen. Dieser Vorsprung gilt als langfristiger Trend und wird vor allem durch neue Community-Features und die enge Anbindung an Instagram begünstigt.
X bleibt im Web weiterhin führend und zentral für politische Debatten, verliert jedoch mobil an Bedeutung. Gleichzeitig wächst die Kritik an der Plattform, während Threads und auch Bluesky als stabilere Alternativen wahrgenommen werden.

  • Meta rollt die Werbeanzeigen auf Threads weltweit aus. Nachdem Ads Anfang 2025 zunächst nur in ausgewählten Märkten getestet wurden, sollen sie nun schrittweise global verfügbar werden. Damit entwickelt sich Threads weiter zu einer vollwertigen Plattform für Advertiser und wird stärker in Metas Marketing-Ökosystem integriert.

    Nutzer:innen werden künftig weltweit mit Werbung im Threads-Feed konfrontiert. Meta betont, dass dies grundsätzlich mit Zustimmung erfolgt; wer keine Werbung sehen möchte, kann auf ein kostenpflichtiges, werbefreies Abo ausweichen. Für Unternehmen bedeutet der Roll-out, dass bestehende Meta-Kampagnen einfach auf Threads ausgeweitet werden können, etwa über automatische Advantage+-Platzierungen.

    Werbung auf Threads ist aktuell noch keine eigenständige Platzierung. Anzeigen müssen gemeinsam mit Instagram-Feed-Ads ausgespielt werden.Unterstützt werden Bild-, Video- und Karussellformate, während die Performance über Metas Insights- und API-Strukturen ausgewertet werden kann. Insgesamt zeigt der Schritt, dass Threads zunehmend monetarisiert wird und für Marken als zusätzlicher Reichweiten- und Werbekanal an Bedeutung gewinnt.

W Social

W Social soll als europäische Alternative zu großen US-Social-Media-Plattformen starten und setzt auf Datenschutz, Transparenz, Verifizierung und Unabhängigkeit. Die Plattform wird in Europa gehostet, will Bots und KI-Accounts reduzieren und echte Identitäten sowie hochwertige Inhalte stärker sichtbar machen.
Aktuell befindet sich W Social in einer Invite-only-Phase. Offen sind zentrale Fragen zu Finanzierung, Monetarisierung und Wachstum. Ob sich die Plattform gegen etablierte Netzwerke durchsetzen kann, muss sich erst noch zeigen.

 

 

WhatsApp

Meta prüft neue kostenpflichtige Abonnements für Instagram, Facebook und WhatsApp. Die Apps sollen zwar weiterhin kostenlos bleiben, bestimmte Zusatzfunktionen könnten jedoch künftig hinter einer Paywall liegen. Dabei geht es vor allem um erweiterte KI-Tools, mehr Kontrolle über Sichtbarkeit und Interaktionen sowie exklusive Komfortfunktionen im Alltag der Nutzer:innen. Die neuen Abos sind unabhängig von Meta Verified und richten sich an eine breite Nutzerschaft, nicht nur an Creator oder Unternehmen.

Strategisch will Meta damit neben Werbung eine zweite Einnahmequelle aufbauen. KI-Entwicklung ist teuer, der Werbemarkt umkämpft undAbos versprechen stabilere Erlöse und stärkere Nutzerbindung. Vorbild ist unter anderem Snapchat+, das zeigt, dass User bereit sind, für exklusive Social-Features zu zahlen.

Besonders auf Instagram könnten die Änderungen spürbar werden. In der Entwicklung befinden sich Hinweise auf Funktionen wie anonymes Story-Viewing, detaillierte Analysen zu Followern, erweiterte Zielgruppensteuerung und zusätzliche KI-gestützte Videofunktionen. Damit würden genau die sozialen Mechaniken monetarisiert, die für viele Nutzer:innen emotional relevant sind. Meta testet somit nicht nur neue Features, sondern eine mögliche neue Grundlogik: mehr Kontrolle und KI gegen Bezahlung, während die Basisversion werbefinanziert bleibt.

Reddit

Reddit gewinnt stark an Bedeutung und hat in Großbritannien TikTok als viertmeistbesuchte Social-Media-Plattform überholt. Besonders dieGeneration Z nutzt Reddit zunehmend, weil sie dort authentische, menschlicheAntworten findet, statt perfekt formulierter, oft fehleranfälliger KI-Ergebnisse. Drei von fünf Brit:innen sind inzwischen auf Reddit aktiv, beiden 18- bis 24-Jährigen gehört die Plattform zu den meistgenutzten Angeboten.
Ein zentraler Wachstumstreiber ist die veränderte Suche. Google priorisiert seit 2024 Diskussionsforen stärker, wodurch Reddit-Inhalte häufiger weit oben in den Suchergebnissen und in KI-Zusammenfassungen erscheinen. Gleichzeitig baut Reddit mit eigenen KI-gestützten Suchfunktionen die Plattform gezielt zur eigenständigen Such- und Orientierungsumgebung aus. Nutzer:innen sollen Antworten direkt aus Communities erhalten, ohne auf externe Suchmaschinen angewiesen zu sein.
Reddit positioniert sich bewusst als Gegenentwurf zu glatten KI-Antworten. Unterschiedliche Erfahrungen, Widersprüche und echte Perspektiven stehen nebeneinander und schaffen Vertrauen. Dieser Ansatz trifft den Zeitgeist: Viele Nutzer:innen, insbesondere Gen Z, suchen weniger Perfektion und mehr Einordnung durch andere Menschen. Dadurch entwickelt sich Reddit vom Nischenforum zum Mainstream-Ort für Information, Austausch und Orientierung – mit wachsender Relevanz auch für Marken, Medien und öffentliche Institutionen.

EMOJIS

Die Bedeutung von Emojis im Jahr 2025 hat sich deutlich verändert. Statt primär Gefühle auszudrücken, werden Emojis auf Social Media zunehmend funktional eingesetzt, um Inhalte zu strukturieren, Aufmerksamkeit zu lenken und Relevanz zu markieren. Laut einer Analyse von Millionen Beiträgen ist ✨ das mit Abstand meistgenutzte Emoji über alle Plattformen hinweg. Es signalisiert Neuigkeit, Wichtigkeit oder Hervorhebung und wird sowohl von Nutzer:innen und Marken als auch von KI-Systemen intensiv verwendet.

Klassische emotionale Emojis wie 😂oder 😍verlieren dagegen an Bedeutung. Plattformen entwickeln jeweils eigene„Emoji-Sprachen“: Auf Instagram dienen Emojis der ästhetischen Hervorhebung,auf LinkedIn der Struktur und Lesbarkeit, auf TikTok als visuelle Hooks fürAufmerksamkeit, und auf textlastigen Plattformen wie X oder Threads alsschnelle Orientierungshilfen. Insgesamt steht Funktion klar vor Emotion.

Der Trend zeigt sich stabil über das Jahr hinweg. Bestimmte Emojis wie ✨ oder ✅ haben sich als fester Bestandteil professioneller Kommunikation etabliert, während frühere Trend-Emojis wie 🚀 an Bedeutung verlieren. Gleichzeitig prägen KI-Anwendungen die Emoji-Nutzung mit, indem sie funktionale Symbole verstärkt einsetzen und bestehende visuelle Codes weiter verbreiten.

Mit Unicode 17.0 sollen 2026 acht neue Emojis hinzukommen, deren Integration in Betriebssysteme Anfang 2026 erwartet wird. Für Nutzer:innen und Marketer bedeutet das: Emojis sind heute weniger Schmuck als Orientierungshilfe. Wer sie gezielt und kontextbezogen einsetzt, kann Inhalte klarer vermitteln und Aufmerksamkeit steigern, während ein unreflektierter Einsatz schnell beliebig wirkt. Zu den neuen Emojis gehören unter anderem ein Bigfoot, Orka oder auch eine geöffnete Schatztruhe.

Somit endet unser Monatsrückblick wieder. Für mehr Updates und News aus der Social Media Welt, folgt uns auf unseren Kanälen oder schaut nächsten Monat wieder rein!

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