Social Media News November 2026: Die wichtigsten Updates im Überblick
Die Social Media Welt bleibt in Bewegung: Neue KI-Funktionen, personalisierte Feeds und zusätzliche Möglichkeiten für die Content-Erstellung prägen die aktuellen Entwicklungen. Instagram und Edits erweitern ihre kreativen Tools, während Plattformen wie LinkedIn, TikTok und YouTube neue Wege für Marketing, Monetarisierung und die gezielte Ansprache von Zielgruppen schaffen. Auch WhatsApp, Threads und Facebook arbeiten an Funktionen, die dasTeilen, Entdecken und Verbreiten von Inhalten verändern könnten. Wir zeigen dir die wichtigsten Social Media News aus dem Oktober 2026 und erklären, welcheUpdates du für deine Social Media Strategie kennen solltest.
Edits
Meta erweitert seine Videobearbeitungs-App Edits um einen KI-Assistant, der Creator bei der Content-Planung und Ideenfindung unterstützt. Die neue Funktion greift auf Daten des verbundenen Instagram Accounts zu, darunter Aufrufe, Followerzahlen, Wiedergabedauer, Interaktionen und Kommentare. Auf dieser Grundlage kann der Assistant die Performance bisheriger Inhalte analysieren und individuelle Vorschläge für neue Reels,Videoeinstiege, Skripte und Captions liefern. Auch aktuelle Trends, erfolgreiche Videos und die Interessen der eigenen Community werden berücksichtigt. Creator können dem Assistant gezielte Fragen stellen, beispielsweise welche Inhalte besonders gut funktionieren oder welche Themen sich für zukünftige Beiträge eignen. Die kreative Umsetzung und Videobearbeitung bleiben weiterhin bei den Nutzern. Der KI Assistant ist zunächst ausschließlich in den USA verfügbar und kann innerhalb bestimmter Nutzungslimits kostenlos verwendet werden.
- Mit einem neuen Carousel Editor erweitert Meta die Edits App um die Möglichkeit, Karussell-Posts direkt innerhalb der Anwendung zu gestalten. Nutzer können Fotos und Videos auf einzelnen Slides kombinieren und diese mit Texten, Stickern, Effekten und freigestellten Bildelementen bearbeiten. Besonders interessant ist die Möglichkeit, Motive über mehrere Slides hinweg miteinander zu verbinden und dadurch fließende visuelle Übergänge zu gestalten. Die bereits aus der Videobearbeitung bekannten Gestaltungsmöglichkeiten stehen damit auch für Karussell-Inhalte zur Verfügung. Für Unternehmen und Creator vereinfacht das die Erstellung mehrteiliger Beiträge, beispielsweise für Anleitungen, Produktvorstellungen oder informative Content-Serien. Die Funktion ist seit Oktober für iOS verfügbar, während die Veröffentlichung für Android angekündigt wurde.
- Meta arbeitet an einer neuen Funktion, mit der sich Videoeffekte in der Edits App automatisch an den Rhythmus eines Musikstücks anpassen lassen. Unter der Bezeichnung „Sync video effects to music“ sollen visuelle Effekte passend zum Beat synchronisiert werden können, ohne dass Creator jeden Effekt manuell positionieren müssen. Damit erweitert die Anwendung ihre bisherigen Möglichkeiten zur musikbasierten Videobearbeitung, zu denen bereits sogenannte Beat Marker gehören. Die neue Funktion wurde im experimentellen Labs-Bereich der App entdeckt und befindet sich noch in der Testphase. Für Creator könnte die automatische Synchronisierung insbesondere bei dynamischen Reels und trendbasierten Kurzvideos den Bearbeitungsaufwand reduzieren. Welche Videoeffekte unterstützt werden und ob die Funktion später für alle Nutzer verfügbar sein wird, ist bislang nicht bekannt. Auch eine mögliche Integration in das angekündigte kostenpflichtige Edits Plus Angebot ist noch offen.
- Meta erweitert die Edits App um mehrere Funktionen, die die Videobearbeitung vereinfachen und zusätzliche kreative Möglichkeiten bieten. Mit den neuen Audio Links können Creator innerhalb ihrer Videos auf bestimmte Songs oder Sounds aus der Instagram Audiobibliothek verweisen. Zusätzlich führt Edits sogenannte Kits ein, mit denen sich wiederkehrende Gestaltungselemente wie Farben, Texte, Untertitelstile und Audio speichern und für weitere Videos verwenden lassen. Das erleichtert insbesondere Unternehmen und Content Teams die Erstellung von Videos mit einem einheitlichen Markenauftritt. Ergänzend stehen 50 neue Videoeffekte sowie zusätzliche Animationen für das Einblenden und Ausblenden von Elementen zur Verfügung. Eine weitere Neuerung betrifft die Themenfindung: Accounts mit mindestens 10.000 Followern können sich die Interessen ihrer Community anzeigen lassen und diese Informationen für die Content-Planung nutzen. Insgesamt bietet das Update zusätzliche Möglichkeiten,Videoinhalte effizienter und zielgruppenorientierter zu gestalten.
Threads
Threads erweitert seinen mobilen Bildeditor um neue Gestaltungsmöglichkeiten, mit denen Creator ihre Beiträge visuell aufwerten können. Über die Funktion „Quote“ lassen sich eigene oder fremde Threads Beiträge direkt als Overlay in ein Bild einfügen. Nutzer können anschließend auf das eingebettete Element klicken und gelangen zum ursprünglichen Beitrag. Zusätzlich bietet der Editor die Möglichkeit, Sticker zu integrieren und Bilder in neun einzelne Elemente aufzuteilen. Dadurch lassen sich bestehende Inhalte auf kreative Weise erneut aufgreifen und mit zusätzlichen visuellen Elementen kombinieren. Für Unternehmen und Creator entstehen neue Möglichkeiten, wichtige Beiträge hervorzuheben und ihre Sichtbarkeit innerhalb der Plattform zu erhöhen. Die Funktionen stehen zunächst ausgewählten Nutzern zur Verfügung und sind noch nicht flächendeckend verfügbar.
- Meta arbeitet offenbar an einer neuen Funktion, mit der sich Newsletter der Plattform Substack direkt in Threads Profile integrieren lassen. Die Integration könnte es Newsletter Autoren künftig erleichtern, ihre Inhalte auf Threads sichtbar zu machen und neue Leser zu gewinnen. Eine vergleichbare Einbindung existiert bereits für Podcasts, bei denen Creator ihre Shows und einzelne Episoden hervorheben können. Ob die geplante Newsletter Funktion ebenfalls Vorschauen, Statistiken oder weitere Möglichkeiten zur Content Verbreitung bieten wird, ist bislang nicht bekannt. Auch ein offizieller Veröffentlichungstermin wurde noch nicht angekündigt.
- Mit der neuen Funktion „Gems“ testet Threads ein Auszeichnungssystem für besonders hochwertige Beiträge und Diskussionen.Täglich sollen bis zu 25 Beiträge oder direkte Antworten mit einem lilafarbenen Diamanten hervorgehoben werden. Die Auswahl erfolgt automatisiert und orientiert sich unter anderem an Originalität, Aktualität und der Qualität der angestoßenen Gespräche. Entscheidend ist dabei nicht die Anzahl der Follower, sondern ob ein Beitrag neue Perspektiven eröffnet und einen lebendigen Austausch fördert. Für eine Auszeichnung kommen ausschließlich selbst erstellte Inhalte infrage, während Reposts und von anderen Plattformen übernommene Beiträge ausgeschlossen sind. Ausgezeichnete Nutzer erhalten eine Benachrichtigung und können den Gem anschließend mit ihrer Community teilen oder die Kennzeichnung ausblenden. Für Unternehmen und Creator rückt damit insbesondere die Qualität eigener Inhalte und die aktive Beteiligung an Diskussionen stärker in den Fokus.
- Threads arbeitet an Anpassungen des Feeds, um Nutzern künftig mehr Inhalte von Accounts anzuzeigen, denen sie bereits folgen. Bislang besteht der Feed aus einer Mischung von Beiträgen abonnierter Profile und Empfehlungen anderer Accounts. Durch die veränderte Gewichtung könnten Creator ihre bestehende Community künftig häufiger mit eigenen Beiträgen erreichen. Parallel testet die Plattform unter dem Namen „More threads for you“ eine zusätzliche Empfehlungsfunktion auf iOS. Diese zeigt unter einzelnen Beiträgen weitere Threads Inhalte an und soll das Entdecken neuer Beiträge und Accounts erleichtern. Welche Kriterien für die Empfehlungen verwendet werden und wie stark sich die Änderungen auf die Reichweite auswirken, ist bislang nicht bekannt. Während die Anpassung des Feeds vor allem bestehende Verbindungen stärken soll, könnte die neue Empfehlungsfunktion zusätzliche Möglichkeiten bieten, neue Zielgruppen zu erreichen.
- Threads entwickelt eine neue Funktion, mit der mehrere Creator künftig gemeinsam Beiträge veröffentlichen können. Über den Post Editor sollen Nutzer andere Accounts zur Zusammenarbeit einladen können, die eine entsprechende Anfrage zunächst bestätigen müssen. Nach der Annahme könnte der gemeinsame Beitrag den Followern aller beteiligten Accounts angezeigt werden. Damit würde Threads eine vergleichbare Möglichkeit zur gemeinsamen Content Veröffentlichung schaffen, wie sie bereits auf anderen Social Media Plattformen existiert. Besonders für Unternehmen, Marken und Creator Kooperationen könnte die Funktion interessant werden, da gemeinsame Beiträge eine größere Zielgruppe erreichen können. Wieviele Accounts gleichzeitig an einem Beitrag beteiligt sein dürfen und wann die Funktion offiziell eingeführt wird, ist noch nicht bekannt.
- Meta arbeitet an neuen kreativen Funktionen, mit denen Nutzer Beiträge auf Threads individueller gestalten und auf Inhalte anderer reagieren können. Eine geplante Meme Funktion soll es ermöglichen, bestehende Threads Beiträge mit GIFs, Bildern und Musik zu kombinieren und daraus eigene Meme Versionen zu erstellen. Zusätzlich testet Threads personalisierte Like Buttons, bei denen Creator für einzelne Beiträge ein Emoji, einen Sticker oder ein GIF als Reaktion festlegen können. Diese Animation erscheint anschließend, sobald andere Nutzer den Beitrag liken. Der Test der individuellen Like Buttons findet zunächst in Südkorea, Brasilien und Indonesien statt. Während für die Meme Funktion noch kein Veröffentlichungstermin bekannt ist, könnten beide Neuerungen künftig zusätzliche Möglichkeiten für kreative Inhalte und die Interaktion mit der Community schaffen.
Instagram
Instagram arbeitet an einem neuen Read-only Mode, mit dem Nutzer fremde Profile besuchen können, ohne versehentlich mit deren Inhalten zu interagieren. Die Funktion soll verhindern, dass während eines Profilbesuchs unbeabsichtigt Likes, Kommentare, Nachrichten oder neue Abonnements ausgelöst werden. Auch das Ansehen von Stories ist in diesem Modus deaktiviert. Der Read-only Mode könnte künftig Bestandteil des kostenpflichtigen Instagram Plus Abonnements werden, das zusätzliche Funktionen zur Nutzung und Auswertung von Instagram bietet. Dazu gehören beispielsweise erweiterte Einblicke in Story-Aufrufe und wiederholte Ansichten von Inhalten. Für Nutzer würde der neue Modus vor allem mehr Kontrolle beim Durchstöbern anderer Profile schaffen. Ob und wann die Funktion offiziell eingeführt wird, ist bislang nicht bekannt.
- Instagram testet eine veränderte Startseite, bei der Reels künftig direkt beim Öffnen der App angezeigt werden. Statt wie bisher zuerst eine Mischung aus Beiträgen gefolgter Accounts und empfohlenen Inhalten zu sehen, würden Nutzer unmittelbar in einem Kurzvideo-Feed landen. Die Stories bleiben weiterhin am oberen Bildschirmrand sichtbar, während klassische Feed-Beiträge erst durch eine Wischbewegung erreichbar sind. Zudem starten die Reels in der getesteten Ansicht standardmäßig mit Ton. Mit dieser Anpassung würde Instagram die Bedeutung von Kurzvideos innerhalb der Plattform weiter stärken. Für Unternehmen und Creator könnte eine solche Veränderung die Sichtbarkeit von Reels zusätzlich erhöhen und die Bedeutung von Videoinhalten in der Content-Strategie verstärken. Bislang handelt es sich allerdings um einen Test, sodass noch nicht feststeht, ob die neue Startseite dauerhaft eingeführt wird.
- Instagram führt eine neue Funktion ein, mit der Creator ein bestehendes Reel während der Aufnahme eines eigenen Videos als Referenz abspielen können. Über das Dreipunktmenü eines Reels lässt sich die Option „Als Referenz nutzen“ auswählen, sofern das ursprüngliche Video maximal 90 Sekunden lang ist. Anschließend erscheint das ausgewählte Reel in einem kleinen, frei verschiebbaren Fenster innerhalb der Aufnahmekamera. Creator können das Referenzvideo jederzeit pausieren oder erneut abspielen, um beispielsweise Bewegungen nachzustellen, auf Aussagen zu reagieren oder sich an bestimmten Abläufen zu orientieren. Dadurch wird es einfacher, auf aktuelle Trends einzugehen oder eigene Interpretationen bestehender Videoformate zu erstellen. Die Funktion steht zunächst für iOS zur Verfügung, während eine Veröffentlichung für Android angekündigt wurde. Besonders für die Produktion von Trendvideos und Reaktionsformaten kann die Neuerung den Aufnahmeprozess vereinfachen.
- Instagram erweitert seine Direktnachrichten um eine neue Personalisierungsfunktion, mit der Nutzer eigene Bilder als Hintergrund für Chats verwenden können. Bisher standen dafür ausschließlich vorgegebene Designs, Farben und Themen zur Verfügung. Mit dem Update lassen sich nun individuelle Fotos hochladen und für einzelne Unterhaltungen festlegen. Dazu öffnen Nutzer den gewünschten Chat, wählen über den Chatnamen die Einstellungen aus und können im Bereich der Chat-Themen ein eigenes Bild hochladen. Der ausgewählte Hintergrund ist anschließend für beide Gesprächspartner sichtbar. Auch unterschiedliche Hintergründe für verschiedene Chats sind möglich. Die Funktion wird schrittweise eingeführt und steht deshalb noch nicht allen Accounts zur Verfügung. Mit der Erweiterung bietet Instagram zusätzliche Möglichkeiten, private Unterhaltungen individuell zu gestalten.
- Instagram erweitert seine Videofunktionen und ermöglicht ausgewählten Creatorn erstmals die Veröffentlichung horizontaler Videos mit einer Länge von bis zu 90 Minuten. Das neue Format trägt den Namen „Features“ und soll längere Inhalte wie Interviews, Podcasts oder ausführliche Videogeschichten direkt auf der Plattform ermöglichen. Besonders interessant ist die Verbindung mit Reels: Über die Funktion „Clips as Reels“ können Creator bis zu acht Kurzvideos mit einem längeren Video verknüpfen und ihre Community dadurch gezielt zu weiterführenden Inhalten führen. Die längeren Videos erscheinen unter anderem im Explore-Bereich und werden im Profil in einem breiteren Format dargestellt. Nach ersten Tests in Brasilien wird die Funktion nun für ausgewählte Creator in den USA bereitgestellt. Ergänzend arbeitet Instagram an einer breiteren Einführung von Reels-Serien sowie an einer stärkeren Sichtbarkeit von Live-Inhalten. Für Unternehmen und Creator könnten dadurch neue Möglichkeiten entstehen, kurze aufmerksamkeitsstarke Videos mit ausführlicheren Inhalten zu verbinden. Ein Veröffentlichungstermin für Europa ist bislang nicht bekannt.
TikTok
TikTok erweitert seine Werbe- und Shopping-Möglichkeiten mit einem eigenen Ad Network und neuen KI-gestützten Funktionen. Das TikTok Ad Network (TTAN) ermöglicht Unternehmen künftig, ihre Werbeanzeigen nicht nur auf TikTok, sondern auch in einem Netzwerk von über 400.000 externen Apps auszuspielen. Gleichzeitig führt die Plattform mit „Buy Direct“ eine neue Shopping-Funktion ein, über die Nutzer Produkte direkt aus dem For You Feed kaufen können, ohne die App verlassen zu müssen. Ein zusätzlicher KI Shopping Assistant unterstützt bei der Produktsuche, beantwortet Fragen und liefert personalisierte Empfehlungen. Auch für Werbetreibende gibt es Neuerungen: Mit „Agentic Leads“ können Unternehmen KI-gestützte Gespräche zur Leadgenerierung nutzen, während Smart+ Search Ads die Automatisierung von Suchanzeigen erweitert. Ergänzend ermöglicht TikTok die Entwicklung eigener KI Agents zur Optimierung von Werbekampagnen. Die neuen Shopping-Funktionen und das Ad Network starten zunächst in den USA. Mit diesen Entwicklungen verknüpft TikTok die Entdeckung von Produkten noch enger mit Werbung, automatisierten Marketingprozessen und direkten Kaufmöglichkeiten.
Meta
Meta schränkt die Werbemöglichkeiten des Konkurrenten TikTok auf seinen eigenen Plattformen ein. In mehreren Ländern dürfen sowohl TikToks Mutterkonzern ByteDance als auch externe Werbetreibende keine Anzeigen mehr schalten, die gezielt für TikTok werben. Das Verbot betrifft unter anderem die USA, Kanada, Japan, Vietnam, Indonesien, Thailand und Ägypten. Deutschland ist von den Einschränkungen bislang nicht betroffen. Betroffen sind Werbeanzeigen auf Meta Plattformen wie Facebook, Instagram und WhatsApp. Als Begründung verweist Meta darauf, dass Unternehmen nicht verpflichtet seien, Werbung für direkte Wettbewerber auszuspielen, die Nutzer von den eigenen Angeboten abwerben möchten. Die Entscheidung fällt in eine Phase zunehmender Konkurrenz zwischen den großen Social Media Plattformen, insbesondere im Bereich Kurzvideos und digitaler Werbung. Für Unternehmen und Werbetreibende verdeutlicht die Änderung, dass plattformübergreifende Werbekampagnen auch von den Richtlinien und Wettbewerbsentscheidungen der jeweiligen Anbieter abhängig sind.
- Meta erweitert seine Werbefunktionen um eine neue Möglichkeit zur gezielten Aussteuerung einzelner Anzeigenmotive. Mit der Funktion „Choose an audience for each ad creative“ können Werbetreibende innerhalb eines Anzeigensets unterschiedliche Zielgruppen für einzelne Bilder und Videos festlegen. Bisher erfolgte die Zielgruppenauswahl vor allem auf Ebene des gesamten Anzeigensets, während die neue Option eine genauere Zuordnung einzelner Werbemittel ermöglicht. Unternehmen können künftig beispielsweise ein Werbemotiv für eine bestimmte Altersgruppe und ein anderes Motiv für eine weitere Zielgruppe innerhalb desselben Anzeigensets verwenden. Dabei lassen sich insbesondere Altersspannen und Geschlecht für die jeweiligen Creatives definieren. Die Funktion richtet sich zunächst an Werbetreibende und Partner, die Kampagnen über die Meta Marketing API erstellen. Für das Social Media Marketing eröffnet die Neuerung zusätzliche Möglichkeiten, Werbeinhalte gezielter auf unterschiedliche Zielgruppen abzustimmen und die Anzeigenplanung zu vereinfachen. Meta stellt entsprechende Schnittstellen und Dokumentationen bereit, über die die neue Funktion getestet und eingesetzt werden kann.
WhatsApp
WhatsApp beginnt mit der Einführung einer neuen Funktion, mit der Nutzer Nachrichten direkt in der App für einen späteren Versand planen können. Mit „Scheduled Messages“ lassen sich Texte, Links, Fotos und Videos zwischen zehn Minuten und zwei Wochen im Voraus terminieren. Dafür wird der Senden Button länger gedrückt, anschließend können Datum und Uhrzeit festgelegt werden. Die Funktion unterstützt sowohl Einzelchats als auch Gruppenchats und verschickt geplante Nachrichten automatisch, selbst wenn das Smartphone zum Versandzeitpunkt offline ist. Bereits vorbereitete Nachrichten lassen sich über die Chatinformationen einsehen und bei Bedarf vor dem Versand löschen. Auch bei der automatischen Zustellung bleibt die Ende zu Ende Verschlüsselung erhalten. Die Neuerung wird zunächst mit der Android Betaversion 2.26.40.7 für ausgewählte Nutzer eingeführt, während ein allgemeiner Veröffentlichungstermin noch nicht feststeht.
- WhatsApp arbeitet an einer neuen Sticker Funktion, die Bilder und Animationen mit kurzen Audioaufnahmen kombiniert. Die sogenannten Sound Sticker sollen beim Antippen einen hinterlegten Ton abspielen und dadurch zusätzliche Möglichkeiten zur Kommunikation bieten. Nutzer sollen künftig auch eigene Sound Sticker erstellen können, indem sie beispielsweise ein Bild oder eine Animation mit einem kurzen Audioclip verbinden. Ein kleines Lautsprechersymbol kennzeichnet die Sticker, die über einen Sound verfügen. Ist das Smartphone stummgeschaltet, wird auch der Sticker ohne Ton abgespielt. Zusätzlich soll sich die Audiowiedergabe über das Lautsprechersymbol deaktivieren lassen, wobei WhatsApp die Einstellung für weitere Sticker speichert. Die Inhalte bleiben wie reguläre WhatsApp Nachrichten Ende zu Ende verschlüsselt. Die Funktion wurde in einer Android Betaversion entdeckt, befindet sich jedoch noch in der Entwicklung und steht auch Betatestern bislang nicht zur Verfügung.
- Nach dem Start auf Android erweitert WhatsApp die neue Funktion für geplante Nachrichten nun auch auf das iPhone. Erste Nutzer der iOS Betaversion 26.42.10.19 können Nachrichten für einen späteren Zeitpunkt vorbereiten und automatisch versenden lassen. Die Bedienung erfolgt über einen längeren Druck auf den Senden Button, wodurch sich Datum und Uhrzeit für den Versand auswählen lassen. Neben Textnachrichten und Links unterstützt die Funktion auch Fotos und Videos, die bereits während der Bearbeitung für einen späteren Versand eingeplant werden können. Mehrere Medien gleichzeitig lassen sich allerdings noch nicht terminieren. Geplante Nachrichten bleiben Ende zu Ende verschlüsselt und werden auch dann zugestellt, wenn das Smartphone zum festgelegten Zeitpunkt offline ist. Die Verwaltung und das Löschen vorbereiteter Nachrichten erfolgen über die jeweiligen Chatinformationen. Der Rollout beschränkt sich zunächst auf ausgewählte Betatester, während eine breitere Verfügbarkeit schrittweise folgen soll.
- WhatsApp testet eine neue Funktion, mit der sich Instagram Reels direkt innerhalb eines Chats auswählen und teilen lassen. Über einen zusätzlichen Reels Button im Anhangmenü können Nutzer künftig auf ihre zuletzt angesehenen, gespeicherten und mit „Gefällt mir“ markierten Instagram Videos zugreifen. Die Inhalte werden dafür in die drei Bereiche „Recents“, „Saved“ und „Liked“ unterteilt und lassen sich ohne vorherigen Wechsel zu Instagram verschicken. Voraussetzung ist, dass beide Accounts freiwillig über das Meta Accounts Center miteinander verknüpft sind. Ohne diese Verknüpfung wird der neue Button nicht angezeigt. Die Funktion wird zunächst mit der Android Betaversion 2.26.42.9 für ausgewählte Tester bereitgestellt. Für Creator und Unternehmen könnte die vereinfachte Weitergabe von Reels zusätzliche Möglichkeiten schaffen, ihre Inhalte über private Empfehlungen und Chats zu verbreiten. Wann die Funktion für alle Nutzer verfügbar sein wird, ist bislang nicht bekannt.
- WhatsApp arbeitet an einem zentralen Media Hub für iOS, der das Wiederfinden von Fotos, Videos und Links aus verschiedenen Unterhaltungen erleichtern soll. Statt einzelne Chatverläufe durchsuchen zu müssen, können Nutzer künftig alle empfangenen Medien in einer gemeinsamen Übersicht aufrufen. Der neue Bereich soll über die WhatsApp Einstellungen erreichbar sein und zwei Ansichten bieten: „Neu“ für zuletzt empfangene Inhalte und „Alle Medien“ für die gesamte Sammlung. Zusätzlich sind Filter für Fotos, Videos und Links sowie eine Suchfunktion geplant, die auch Bildunterschriften berücksichtigt. Nutzer sollen Inhalte direkt aus dem Media Hub weiterleiten, mit einem Stern markieren oder zur ursprünglichen Unterhaltung wechseln können. Aus Datenschutzgründen werden selbstlöschende Inhalte nicht angezeigt, während selbst versendete Medien ebenfalls außerhalb der Übersicht bleiben. Ein vergleichbarer Medienbereich existiert bereits in der Webversion und auf dem Mac. Die iOS Funktion befindet sich noch in der Entwicklung und ist bislang auch für Betatester nicht verfügbar.
Facebook
Meta erweitert Facebook um die KI-gestützte Funktion „Your Algorithm“, mit der Nutzer künftig stärker beeinflussen können, welche Inhalte ihnen im Feed und in Reels angezeigt werden. Statt sich ausschließlich auf bisherige Interaktionen wie Likes, Kommentare oder angesehene Videos zu verlassen, können Nutzer ihre Interessen nun direkt in eigenen Worten beschreiben. Über das Drei-Punkte-Menü eines Beitrags lässt sich festlegen, welche Themen häufiger oder seltener erscheinen sollen. Zusätzlich werden die bestehenden Optionen „Interested“ und „Not interested“ erweitert, sodass Nutzer ihre Entscheidungen genauer erklären können. Facebook kann daraufhin Rückfragen stellen, um individuelle Vorlieben besser zu verstehen und die Empfehlungen in Echtzeit anzupassen. Grundlage dafür sind KI-Sprachmodelle, die den Kontext und die Absicht hinter den Eingaben analysieren. Für Unternehmen und Creator unterstreicht die Neuerung, wie wichtig relevante Inhalte sind, die sich an den tatsächlichen Interessen ihrer Zielgruppe orientieren. Der Rollout hat am 13. Oktober 2026 begonnen, ein konkreter Starttermin für Deutschland steht allerdings noch nicht fest.
X
X plant strengere Anforderungen an die Gestaltung von Werbeanzeigen auf der Plattform. Eigentümer Elon Musk kündigte an, dass künftig alle Anzeigen einem angemessenen ästhetischen Standard entsprechen müssen. Werbung, die als aufdringlich, schrill oder optisch minderwertig eingestuft wird oder übertriebene Produktversprechen enthält, könnte demnach zur Sperrung der jeweiligen Werbetreibenden führen. Nutzer wurden außerdem dazu aufgerufen, auffällige oder irreführende Anzeigen direkt zu melden. Bereits heute verfügt X über Werberichtlinien, die unter anderem aggressive Blinkeffekte, störende Geräusche und irreführende Aussagen untersagen. Neu ist vor allem die ausdrückliche Ankündigung, Unternehmen auch aufgrund subjektiver Gestaltungskriterien von der Werbung auszuschließen. Welche konkreten Maßstäbe dabei gelten, wie die Anzeigen überprüft werden und wann die neuen Vorgaben in Kraft treten, ist bislang unklar. Für Unternehmen und Social Media Manager bedeutet die Ankündigung, dass neben der inhaltlichen Qualität künftig auch die visuelle Gestaltung von Werbemitteln stärker in den Fokus rücken könnte.
LinkedIn
LinkedIn erweitert seine Plattform um neue Funktionen, mit denen Creator und Selbstständige künftig direkt über ihr berufliches Netzwerk Einnahmen erzielen können. Mit den sogenannten „Advice Sessions“ sollen Experten kostenpflichtige Einzelberatungen über ihr LinkedIn Profil anbieten können, einschließlich Terminbuchung, Bezahlung und Videogespräch. Zusätzlich ermöglicht das neue In-Stream-Ads-Programm ausgewählten Creatorn, durch Werbeanzeigen vor ihren Videos Einnahmen zu generieren. Ein neues Creator Dashboard soll dabei helfen, die Performance eigener Inhalte auszuwerten, Beiträge zu verwalten und mögliche Einnahmequellen im Blick zu behalten. Auch beim Networking gibt es Neuerungen: LinkedIn testet einen separaten Network Feed mit Beiträgen von Kontakten und abonnierten Profilen und führt digitale Visitenkarten für den Austausch beruflicher Kontaktdaten ein. Premium Nutzer können außerdem private Notizen zu ihren Kontakten hinterlegen, während Creator künftig Kommentare unter ihren Beiträgen anpinnen können. Die Monetarisierungsfunktionen starten zunächst mit ausgewählten Nutzern in den USA, während das Creator Dashboard und die digitalen Visitenkarten schrittweise weltweit eingeführt werden sollen. Für Unternehmen, Berater und Content Creator entstehen damit zusätzliche Möglichkeiten, ihre fachliche Expertise sichtbar zu machen, berufliche Kontakte zu pflegen und ihre LinkedIn Aktivitäten stärker mit konkreten Geschäftsmöglichkeiten zu verbinden.
YouTube
YouTube verstärkt den Schutz vor gehackten Accounts und führt neue Sicherheitsmaßnahmen für verdächtige Aktivitäten ein. Erkennt die Plattform Hinweise auf einen möglichen unbefugten Zugriff, können bestimmte Kanalfunktionen vorübergehend automatisch gesperrt werden. Betroffene Creator können in dieser Zeit keine Videos oder Shorts hochladen, bearbeiten oder veröffentlichen. Auch Livestreams, eigene Vorschaubilder und bestimmte Änderungen an Playlists sind während der Sperre nicht möglich. Bereits veröffentlichte Inhalte bleiben weiterhin abrufbar und auch die Monetarisierung soll durch die Einschränkungen nicht beeinträchtigt werden. Die anschließende Sicherheitsprüfung dauert laut YouTube normalerweise nicht länger als 24 Stunden. Betroffene erhalten in YouTube Studio entsprechende Hinweise zur Sperre, zur voraussichtlichen Dauer und zu möglichen Schritten zur Wiederherstellung ihres Accounts. Mit den neuen Maßnahmen möchte YouTube verhindern, dass Angreifer über fremde Kanäle unerwünschte Inhalte verbreiten und dadurch Creator und ihre Communities gefährden.
- YouTube erweitert seine Personalisierungsfunktionen und führt sogenannte Custom Feeds ein, mit denen Nutzer ihre Videoempfehlungen gezielt anpassen können. Statt sich ausschließlich auf den bisherigen Wiedergabeverlauf und die Empfehlungen des Algorithmus zu verlassen, können sie ihre Interessen künftig direkt über einen Text Prompt beschreiben. So lassen sich beispielsweise eigene Feeds für Dokumentationen, Podcasts oder bestimmte Themenbereiche erstellen, die YouTube anschließend automatisch mit passenden Videos aktualisiert. Die individuell zusammengestellten Feeds können über ein Pluszeichen in der überarbeiteten Navigation hinzugefügt, bearbeitet und entfernt werden. Ohne Premium Abonnement lassen sich bis zu drei Custom Feeds speichern, während Premium Nutzer bis zu acht Feeds anlegen können. Gleichzeitig gestaltet YouTube die Navigation neu, um den Zugriff auf Abonnements, Livestreams, Musik und weitere Inhalte zu vereinfachen. Die Custom Feeds werden zunächst für angemeldete Nutzer ab 13 Jahren in den USA eingeführt und setzen englische Spracheinstellungen sowie einen aktivierten Such- und Wiedergabeverlauf voraus. Für Unternehmen und Creator könnte die stärkere Personalisierung zusätzliche Möglichkeiten eröffnen, mit spezialisierten Inhalten auch außerhalb ihrer bisherigen Zielgruppe entdeckt zu werden. Wann die neuen Funktionen in Deutschland verfügbar sein werden, ist bislang nicht bekannt.
Bluesky
Bluesky erweitert seine App um zwei neue Funktionen, die sowohl die Nutzung als auch die Möglichkeiten zur Content Vermarktung verbessern. Mit dem Update auf Version 1.136 unterstützt die Social Media Plattform erstmals das iPad, zunächst allerdings nur als Betaversion. Gleichzeitig können Nutzer ab sofort externe Links direkt in ihre Profilbeschreibung integrieren und damit auf Websites, Blogs, Newsletter, Podcasts oder andere Social Media Accounts verweisen. Jeder Link lässt sich mit einem individuellen Titel von bis zu 30 Zeichen versehen. Besonders interessant für Creator ist die Integration von Monetarisierungsplattformen wie Patreon und Ko-fi, deren Links automatisch als auffällige grüne Buttons im Profil erscheinen. Dadurch können Nutzer ihre Community gezielt auf externe Angebote, Mitgliedschaften oder Unterstützungsmöglichkeiten aufmerksam machen. Langfristig möchte Bluesky die Monetarisierung von Creatorn auch über verschiedene Anwendungen hinweg ermöglichen, die auf dem offenen AT Protocol basieren. Für Unternehmen und Creator bietet das Update neue Möglichkeiten, ihre digitale Präsenz zu vernetzen und Besucher gezielt auf weiterführende Inhalte und Angebote aufmerksam zu machen.
Reddit
Reddit überarbeitet seinen Home Feed und gibt Nutzern künftig mehr Kontrolle darüber, welche Inhalte ihnen angezeigt werden. Mit den beiden neuen Ansichten „For You“ und „Following“ können Nutzer zwischen personalisierten Empfehlungen und Beiträgen aus bereits abonnierten Communities wechseln. Während der For You Feed bekannte Inhalte mit neuen Themen und Empfehlungen kombiniert, zeigt der Following Feed ausschließlich Beiträge aus Communities, denen Nutzer bereits folgen. Zwischen beiden Ansichten kann jederzeit gewechselt werden, wobei Reddit die zuletzt ausgewählte Einstellung für den nächsten App-Start speichert. Die neuen Feed-Ansichten werden in den kommenden Wochen schrittweise weltweit eingeführt. Darüber hinaus plant Reddit weitere Personalisierungsfunktionen, mit denen Nutzer beispielsweise bestimmte Themen ausblenden oder Empfehlungen stärker an ihre Interessen anpassen können. Für Unternehmen und Creator unterstreicht die Neuerung die Bedeutung relevanter Inhalte und aktiver Communities, da Nutzer künftig bewusster entscheiden können, welche Diskussionen und Beiträge sie verfolgen.
Fazit: Mehr KI, mehr Personalisierung und neue Möglichkeiten für Creator
Die Social Media Updates des letzten Monats zeigen drei zentrale Entwicklungen: Künstliche Intelligenz wird zunehmend in die Content-Erstellung integriert, Nutzer erhalten mehr Kontrolle über ihre Feeds und Plattformen schaffen zusätzliche Möglichkeiten zur Vermarktung und Verbreitung von Inhalten.
Besonders die Neuerungen von Edits verdeutlichen, wie stark sich die Content-Produktion weiterentwickelt. KI-gestützte Ideenfindung, automatisierte Videoeffekte und wiederverwendbare Designvorlagen können die Erstellung von Social Media Content vereinfachen. Gleichzeitig setzen Facebook, YouTube und Reddit verstärkt auf personalisierte Empfehlungen und individuell anpassbare Feeds.
Auch die Verbindung zwischen Content, Community und Vermarktung wird enger. TikTok erweitert seine Werbe- und Shopping-Funktionen, LinkedIn entwickelt neue Monetarisierungsmöglichkeiten und Threads testet zusätzliche Formate für gemeinsame und interaktive Beiträge.
Für Unternehmen und Social Media Manager bedeutet das vor allem eines: Relevante Inhalte, ein klares Verständnis der eigenen Zielgruppe und eine effiziente Content-Planung bleiben entscheidend. Wer neue Funktionen gezielt einsetzt und seine Strategie regelmäßig anpasst, kann die zusätzlichen Möglichkeiten der Plattformen sinnvoll nutzen.
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