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Artikel 50 EU AI Act: KI-generierte Inhalte auf Social Media kennzeichnen. Die Grafik zeigt die Lomavis Funktion zur KI-Kennzeichnung im Social Media Management und einen Hinweis auf KI-generierten Content.

Artikel 50 AI Act: KI-Inhalte auf Social Media richtig kennzeichnen

Marketing Team

Lomavis
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August 3, 2026

Artikel 50 AI Act: KI-Inhalte auf Social Media richtig kennzeichnen

KI hilft dir dabei, Social Media Content schneller zu erstellen: von der ersten Idee über Captions bis zu Bildern und Videos. Doch wann musst du KI-Inhalte kennzeichnen?

Seit dem 2. August 2026 gelten die Transparenzpflichten nach Artikel 50 der EU-KI-Verordnung. Für dein Marketing ist dabei entscheidend: Nicht jeder mit KI unterstützte Beitrag braucht automatisch eine sichtbare Kennzeichnung. Die Pflichten unterscheiden sich nach Inhalt und Rolle des Unternehmens. [1, 2]

Hier erfährst du, welche Fälle für Social Media relevant sind und wie du die Prüfung in deinen Content Workflow integrierst.

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Was regelt Artikel 50 des EU AI Act?

Der EU AI Act schafft einen rechtlichen Rahmen für den Einsatz künstlicher Intelligenz. Artikel 50 regelt die Transparenz bei bestimmten KI-Systemen.

Er unterscheidet insbesondere zwischen:

  • Anbietern, die KI-Systeme entwickeln oder entwickeln lassen und unter eigenem Namen bereitstellen.
  • Betreibern, die KI-Systeme beruflich einsetzen, etwa zur Content Erstellung im Unternehmen.

Für Marketingteams ist diese Unterscheidung wichtig: Technische Pflichten des KI-Anbieters sind nicht mit den Offenlegungspflichten eines veröffentlichenden Unternehmens gleichzusetzen. [2]

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Welche KI-Inhalte müssen Unternehmen kennzeichnen?

KI-Bilder, Videos und Audio: Deepfakes offenlegen

Unternehmen müssen offenlegen, wenn sie KI-generierte oder manipulierte Bild-, Audio- oder Videoinhalte einsetzen, die als Deepfake einzuordnen sind.

Gemeint sind Inhalte, die bestehenden Personen, Objekten, Orten oder Ereignissen ähneln und fälschlich authentisch wirken. Für Social Media kann das beispielsweise relevant werden, wenn eine Person in einem künstlich erzeugten Video scheinbar eine Aussage trifft, die sie nie gemacht hat.

Bei offensichtlich künstlerischen, satirischen oder fiktionalen Werken sieht Artikel 50 eine angepasste Form der Offenlegung vor. Eine vollständige Ausnahme ist das nicht. [1]

KI-Texte: Zweck und redaktionelle Kontrolle beachten

Für KI-generierte oder manipulierte Texte besteht eine Offenlegungspflicht, wenn sie veröffentlicht werden, um die Öffentlichkeit über Angelegenheiten von öffentlichem Interesse zu informieren.

Diese Pflicht entfällt unter anderem, wenn der Text menschlich überprüft oder redaktionell kontrolliert wurde und eine natürliche oder juristische Person die redaktionelle Verantwortung übernimmt.

Ein mit ChatGPT erstellter Entwurf für eine Caption ist deshalb nicht automatisch kennzeichnungspflichtig. Entscheidend sind der konkrete Inhalt, der Veröffentlichungszweck und die Voraussetzungen der Ausnahme. [1]

Maschinenlesbare Markierung: Pflicht der KI-Anbieter

Anbieter generativer KI-Systeme müssen grundsätzlich sicherstellen, dass synthetische Ausgaben maschinenlesbar markiert und als künstlich erzeugt oder verändert erkennbar sind. Für bestimmte unterstützende Standardbearbeitungen bestehen Ausnahmen.

Diese technische Markierung ist von einem sichtbaren Hinweis für dein Publikum zu unterscheiden. [2]

Müssen Chatbots ebenfalls auf ihren KI-Einsatz hinweisen?

Artikel 50 betrifft auch die direkte Interaktion mit KI, beispielsweise bei Chatbots. Anbieter müssen die Systeme so gestalten, dass Menschen über die KI-Interaktion informiert werden, sofern diese nicht offensichtlich ist.

Daneben gelten Informationspflichten für Betreiber bestimmter Systeme zur Emotionserkennung und biometrischen Kategorisierung. Für die gewöhnliche Social Media Content Erstellung stehen jedoch vor allem die Regeln zu veröffentlichten Inhalten im Vordergrund. [1, 3]

KI-Inhalte auf Social Media kennzeichnen: So organisierst du den Workflow

Wenn mehrere Personen KI Content erstellen, sollte die Prüfung ein fester Schritt vor der Veröffentlichung sein. Dafür empfiehlt sich ein einfacher Ablauf:

  1. KI-Einsatz erfassen: Welches Tool wurde genutzt und was wurde erstellt oder verändert?
  2. Inhalt einordnen: Handelt es sich möglicherweise um einen Deepfake oder einen Text zu einem Thema von öffentlichem Interesse?
  3. Verantwortung klären: Wer prüft den Beitrag und entscheidet über die Veröffentlichung?
  4. Kennzeichnung festlegen: Welche Offenlegung ist erforderlich und wie wird sie für das Publikum sichtbar?
  5. Veröffentlichung kontrollieren: Wird der Hinweis im tatsächlichen Post verständlich angezeigt?

Eine interne Notiz allein macht den KI-Einsatz für dein Publikum noch nicht sichtbar. Erforderliche Informationen müssen klar und unterscheidbar spätestens bei der ersten Begegnung mit dem Inhalt bereitstehen. [1]

Die EU stellt dafür auch freiwillig nutzbare Symbole bereit. Ihre Verwendung allein garantiert allerdings noch keine Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen. [4]

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KI Content Erstellung mit Lomavis: Kennzeichnung im Beitragsprozess

Ein Social Media Management Tool kann helfen, die Kennzeichnung direkt mit der Planung und Freigabe von Beiträgen zu verbinden.

Mit dem KI-Kennzeichnungs-Feature von Lomavis kannst du bereits während der Beitragserstellung hinterlegen, dass Inhalte mit KI erstellt oder unterstützt wurden.

Nach der hier zugrunde gelegten Funktionsbeschreibung übermittelt Lomavis die Information an unterstützte Plattformen, darunter Facebook und Instagram. Wie eine Kennzeichnung sichtbar dargestellt wird, hängt vom Netzwerk und Medienformat ab. Bei Netzwerken ohne entsprechende Schnittstelle bleibt die Information innerhalb von Lomavis hinterlegt.

Für dein Team bedeutet das:

  • KI-Einsatz bereits bei der Erstellung erfassen.
  • Die Information im gemeinsamen Beitragsprozess nachvollziehen.
  • Unterstützte Plattformfunktionen für die Veröffentlichung nutzen.

Prüfe bei kennzeichnungspflichtigen Inhalten zusätzlich die sichtbare Darstellung. Die technische Übermittlung ersetzt weder die rechtliche Einordnung noch die Kontrolle des veröffentlichten Beitrags.

Mehr zum KI-Kennzeichnungs-Feature von Lomavis

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Fazit: KI-Kennzeichnung gehört in deinen Content Workflow

Wer KI für Social Media nutzt, sollte vor der Veröffentlichung prüfen, ob eine Kennzeichnung erforderlich ist. Ein klarer Ablauf hilft deinem Team, Inhalte einzuordnen, Zuständigkeiten festzulegen und Hinweise korrekt umzusetzen.

Lomavis unterstützt dich dabei, den KI-Einsatz direkt im Beitragsprozess zu erfassen und vorhandene Plattformfunktionen zu nutzen.

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Häufige Fragen zur Kennzeichnung von KI-Inhalten

Seit wann gilt Artikel 50 des AI Act?

Die Transparenzpflichten gelten grundsätzlich seit dem 2. August 2026. Für einzelne Anbieterpflichten können Übergangsregelungen relevant sein. [3]

Muss ich jeden KI-generierten Social Media Post kennzeichnen?

Nein. Für veröffentlichende Unternehmen sind insbesondere Deepfakes und bestimmte Texte zu Angelegenheiten von öffentlichem Interesse relevant. Zusätzlich solltest du die Regeln des jeweiligen Netzwerks prüfen. [2]

Muss ich Texte kennzeichnen, die ich mit ChatGPT erstellt habe?

Nicht allein deshalb, weil ChatGPT verwendet wurde. Prüfe den Veröffentlichungszweck und die Voraussetzungen der Ausnahme für menschliche Überprüfung oder redaktionelle Kontrolle mit übernommener Verantwortung. [4]

Reicht die KI-Kennzeichnung innerhalb von Lomavis aus?

Eine interne Kennzeichnung unterstützt den Workflow. Wenn eine Offenlegung gegenüber dem Publikum erforderlich ist, muss diese auch verständlich wahrnehmbar sein. [1]

Ersetzt Lomavis eine rechtliche Prüfung?

Nein. Lomavis unterstützt die technische Umsetzung im Beitragsprozess. Ob und wie ein konkreter Inhalt gekennzeichnet werden muss, ist gesondert zu beurteilen.

Rechtlicher Hinweis

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und stellt keine Rechtsberatung dar. Auch Lomavis bietet keine Rechtsberatung an. Maßgeblich sind die geltenden Vorschriften und der konkrete Anwendungsfall. Nutze die offiziellen EU-Quellen oder qualifizierte Rechtsberatung, wenn die Einordnung unklar ist.

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Offizielle Quellen

  1. Artikel 50 der EU-KI-Verordnung
  2. Fragen und Antworten der Europäischen Kommission zu Artikel 50
  3. Transparenzleitlinien der Europäischen Kommission
  4. EU-Symbole zur Kennzeichnung KI-generierter Inhalte

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